XMAX V3 Pro vs V4 Pro: Welcher Budget-Vaporizer lohnt sich?

Kurz gefasst: Der XMAX V3 Pro war jahrelang die unangefochtene Empfehlung unter 100 Euro. Mit dem V4 Pro hat XMAX einen Nachfolger vorgestellt, der auf reine Konvektion setzt — statt Hybrid wie beim V3. Aber lohnt sich der Aufpreis? Wir vergleichen beide Geräte nach Dampfqualität, Akku, Alltagstauglichkeit und Preis-Leistung.

XMAX V3 Pro Vaporizer
XMAX V3 Pro

Die Kandidaten im Überblick

XMAX (eine Marke von TopGreen) hat sich mit dem V3 Pro einen Ruf als zuverlässiger Budget-Hersteller erarbeitet. Der V3 Pro ist seit 2022 auf dem Markt und wird in zahlreichen Einsteiger-Guides empfohlen. Der V4 Pro erschien Mitte 2025 als technologisches Upgrade — mit Vollkonvektion, schnellerer Aufheizzeit und überarbeitetem Airflow.

Beide Geräte teilen einige Kernmerkmale: wechselbare 18650-Akkus, USB-C-Laden, Passthrough Charging und Wasserpfeifen-Kompatibilität. Die Unterschiede liegen in der Heizmethode, Verarbeitung und im Preis.

Technische Daten im Vergleich

Eigenschaft XMAX V3 Pro XMAX V4 Pro
Preis (ca.) 58–90 € 110–130 €
Heizmethode Hybrid (Konduktion + Konvektion) Reine Konvektion
Temperaturbereich 100–220 °C 100–220 °C
Aufheizzeit ~15 Sekunden ~11 Sekunden
Akku 18650, 2.600 mAh, wechselbar 18650, 2.550 mAh, wechselbar
Laden USB-C USB-C
Passthrough Charging Ja Ja
Dosierkapseln Ja (kompatibel) Nein
WPA (Wasserpfeife) Ja Ja
Display OLED OLED
Haptic Feedback Ja Ja
Gewicht ~120 g ~130 g

Heizung und Dampfqualität

Der größte Unterschied zwischen beiden Geräten liegt im Heizsystem. Der V3 Pro nutzt ein Hybrid-System, bei dem die Kammer das Material gleichzeitig per Kontakthitze (Konduktion) und heißer Luft (Konvektion) erhitzt. Das erzeugt ab dem ersten Zug sichtbaren Dampf und ist recht einfach in der Handhabung — einschalten, warten, ziehen.

Der V4 Pro wechselt auf reine Konvektion. Hier durchströmt heiße Luft das Material nur beim Ziehen. Das schont Terpene, liefert einen klareren Geschmack und verhindert, dass das Material zwischen den Zügen weiter erhitzt wird. Ergebnis: weniger Verschwendung und intensiveres Aroma — besonders bei niedrigeren Temperaturen unter 190 °C.

Für reine Geschmacksqualität liegt der V4 Pro vorn. Der V3 Pro ist allerdings anfängerfreundlicher, weil er auch bei langsamerem Ziehen zuverlässig Dampf produziert. Die Konvektion des V4 Pro verlangt etwas kräftigere, langsamere Züge.

Aufheizzeit und Bedienung

Beim V4 Pro hat XMAX die Aufheizzeit auf rund 11 Sekunden reduziert — gegenüber etwa 15 Sekunden beim V3 Pro. Klingt nach wenig, fällt im Alltag aber durchaus auf, besonders wenn man draußen schnell einen Zug nehmen will.

Die Bedienung ist bei beiden Geräten fast identisch: ein OLED-Display zeigt die aktuelle und die Zieltemperatur, ein einzelner Button steuert Ein/Aus und Temperaturstufen. Die Lernkurve ist bei beiden flach — auch ohne Anleitung hat man nach zwei Sessions alles verstanden.

Akku und Alltagstauglichkeit

Beide Vaporizer verwenden wechselbare 18650-Akkus mit ähnlicher Kapazität (2.600 vs. 2.550 mAh). Praktisch bedeutet das 6–10 Bowls pro Ladung, je nach Temperatur und Zuglänge. Der wechselbare Akku ist einer der größten Vorteile beider Geräte — eine zweite 18650-Zelle kostet unter 10 Euro und verdoppelt die Laufzeit sofort.

Passthrough Charging unterstützen beide: Du kannst dampfen, während das Gerät am USB-C-Kabel hängt. Das macht sie zu soliden Begleitern für längere Sessions zuhause.

Gewichtsmäßig liegen beide unter 130 Gramm — deutlich leichter als Premium-Geräte wie der Mighty+ (235 g) oder der Frolic (245 g). In der Hosentasche fallen sie kaum auf.

Dosierkapseln: Nur beim V3 Pro

Ein entscheidender Unterschied für viele Nutzer: Der V3 Pro ist mit Dosierkapseln (Dosing Capsules) kompatibel. Die kleinen Edelstahl-Kapseln können vorab befüllt und unterwegs gewechselt werden — extrem praktisch für unterwegs und hält die Kammer sauber. Für den V4 Pro gibt es aktuell keine Dosierkapsel-Lösung.

Wer Dosierkapseln im Alltag nutzt, wird dieses Feature beim V4 Pro vermissen. Allerdings ist die Reinigung der Konvektionskammer des V4 Pro ohnehin einfacher, da weniger Rückstände an den Kammerwänden haften.

Verarbeitung und Design

Beide Geräte bestehen aus eloxiertem Aluminium mit Zirkonia-Keramik-Kammer. Die Verarbeitungsqualität ist für die Preisklasse überdurchschnittlich — nichts wackelt, nichts klappert. Der V4 Pro fühlt sich durch das leicht überarbeitete Gehäuse einen Tick wertiger an, aber die Unterschiede sind minimal.

Ein Vorteil des V4 Pro: XMAX hat den Dampfpfad verbessert. Die Kühlung des Dampfes ist spürbar besser, besonders bei Temperaturen über 200 °C. Beim V3 Pro kann der Dampf bei höheren Temperaturen etwas kratzig werden — ein Problem, das der V4 Pro weitgehend löst.

Reinigung und Wartung

Die Reinigung ist bei beiden unkompliziert. Beim V3 Pro sollte die Kammer alle 5–8 Sessions mit der mitgelieferten Bürste gereinigt werden; die Dosierkapseln halten die Kammer zusätzlich sauber. Der V4 Pro verschmutzt durch die Konvektionsheizung langsamer, weil das Material nicht direkt an den Kammerwänden klebt.

Mundstück und Dampfpfad bei beiden in Isopropanol einweichen, alle zwei Wochen genügt bei moderater Nutzung.

Wasserpfeifen-Kompatibilität

Beide Geräte funktionieren mit einem Wasserpfeifen-Adapter (WPA), der als Zubehör erhältlich ist. Über Glas gedampft profitiert besonders der V4 Pro, da die reine Konvektion kombiniert mit Wasserkühlung sehr sanften, geschmacksintensiven Dampf liefert.

Preise und Verfügbarkeit

Der V3 Pro ist mittlerweile bei über 40 Shops ab rund 58 Euro erhältlich — eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt. Der V4 Pro startet bei etwa 110 Euro und ist bei 18 Shops verfügbar. Der Aufpreis von rund 50 Euro geht an die Konvektionsheizung, schnellere Aufheizzeit und den verbesserten Dampfpfad.

Aktuelle Preise findest du in unserem Preisvergleich für den V3 Pro und den V4 Pro.

Fazit: Wann welches Gerät?

Der V3 Pro ist die richtige Wahl, wenn du:

  • ein knappes Budget hast und unter 70 Euro bleiben willst
  • Dosierkapseln im Alltag nutzen möchtest
  • einen unkomplizierten Einstieg ohne Zugtechnik-Lernen suchst
  • ein bewährtes Gerät mit riesiger Community und Zubehör-Ökosystem bevorzugst

Der V4 Pro passt besser, wenn du:

  • besseren Geschmack durch Konvektion priorisierst
  • schnellere Aufheizzeit (11 vs. 15 Sek.) wichtig findest
  • gerne über Wasserpfeife dampfst und maximale Geschmackskühlung willst
  • bereit bist, den Aufpreis für das technologische Upgrade zu zahlen
  • auf Dosierkapseln verzichten kannst

Beide Geräte sind in ihrer Preisklasse hervorragend. Der V3 Pro bleibt der König unter 70 Euro — wer mehr ausgeben kann und Geschmack über alles stellt, greift zum V4 Pro.

Aktuelle Preise


Häufige Fragen

Ist der V4 Pro der direkte Nachfolger des V3 Pro?

Ja und nein. XMAX positioniert den V4 Pro als Premium-Version mit Konvektion, während der V3 Pro weiterhin als günstigerer Hybrid-Vaporizer verkauft wird. Beide sind gleichzeitig im Sortiment.

Kann ich meine V3-Pro-Akkus im V4 Pro verwenden?

Ja. Beide verwenden standardmäßige 18650-Akkus. Deine vorhandenen Zellen funktionieren in beiden Geräten.

Welcher produziert dichtere Wolken?

Bei gleicher Temperatur erzeugt der V3 Pro durch die Hybrid-Heizung tendenziell etwas dichtere Wolken. Der V4 Pro liefert dafür geschmacksintensiveren, klareren Dampf.

Gibt es Dosierkapseln für den V4 Pro?

Stand März 2026 gibt es keine offiziellen Dosierkapseln für den V4 Pro. Die Konvektionskammer hat eine andere Geometrie als beim V3 Pro.

Welcher ist besser für Anfänger?

Der V3 Pro. Die Hybrid-Heizung produziert auch bei langsamem, leichtem Ziehen guten Dampf. Die Konvektion des V4 Pro erfordert etwas festere, langsamere Züge — nichts Schwieriges, aber der V3 Pro verzeiht mehr Fehler.

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