Venty Test 2026: Storz & Bickel Hybrid-Vaporizer
Kurz gesagt: Der Venty ist Storz & Bickels tragbarer Hybrid-Vaporizer mit 3000 mAh Akku, App-Steuerung und einstellbarem Airflow. Ab ~183 EUR im internationalen Preisvergleich, in 154 Shops weltweit verfügbar. Wer den Mighty+ kennt, bekommt hier den logischen Nachfolger — kompakter, schneller, mit USB-C.
Was ist der Venty eigentlich?
Im September 2023 hat Storz & Bickel den Venty vorgestellt. Der deutsche Hersteller aus Tuttlingen, bekannt für den Mighty und den Volcano, hat damit zum ersten Mal seit Jahren ein komplett neues Gerät auf den Markt gebracht. Kein Facelift, kein Plus-Modell. Ein neues Design von Grund auf.
Der Venty ist ein tragbarer Vaporizer mit Hybrid-Heizung. Das bedeutet: Er kombiniert Konvektion (heiße Luft) mit Konduktion (direkte Wärmeübertragung). Diese Mischung sorgt für gleichmäßige Extraktion — die Kräuter werden nicht nur von einer Seite erhitzt, sondern rundum.
Auf dem Papier klingt das nach einem soliden Update. In der Praxis hat S&B damit einen Vaporizer geschaffen, der in der Community kontrovers diskutiert wird. Nicht wegen schlechter Qualität, sondern weil er einige Erwartungen erfüllt und andere enttäuscht. Dazu gleich mehr.
Erster Eindruck und Verarbeitung
Das Erste, was auffällt: Der Venty ist kleiner als der Mighty+. Deutlich kleiner. Mit 137 Gramm liegt er leicht in der Hand, fast wie eine Fernbedienung. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff mit einer gummierten Oberfläche auf der Rückseite. Keine Fingerabdrücke, guter Grip. Fühlt sich solide an, wenn auch nicht so unzerstörbar wie ein Mighty.
Das OLED-Display sitzt seitlich und zeigt Temperatur, Akkustand und den aktiven Modus. Zwei Tasten reichen für die komplette Bedienung. Die Verarbeitung ist sauber — keine scharfen Kanten, kein Knarzen, kein Spaltmaß, das stört. S&B-typisch eben.
Im Lieferumfang findest du:
- Den Venty selbst
- USB-C Ladekabel
- Reinigungsbürste und Werkzeug
- Ein Set Ersatzsiebe
- Dosierkapseln-Adapter
- Kurzanleitung
Was fehlt: ein Ladegerät. Du brauchst ein USB-C Netzteil mit mindestens 20W — jedes halbwegs aktuelle Smartphone-Ladegerät funktioniert. Das Auslassen des Netzteils ist inzwischen Standard und kein Kritikpunkt.
Haptik und Größe im Alltag
Der Venty passt in eine Jackentasche. In eine enge Jeans-Tasche eher nicht, zumindest nicht bequem. Er ist deutlich handlicher als sein großer Bruder, aber kein Stealth-Gerät. Wer maximale Diskretion sucht, greift besser zum PAX Four oder XMAX V3 Pro.
Was mir gefällt: Die Oberflächentemperatur bleibt niedrig. Selbst nach drei Sessions hintereinander wird das Gehäuse nur lauwarm. Beim Mighty+ war das anders — da konnte die Unterseite nach längerer Nutzung schon mal unangenehm warm werden.
Das Mundstück lässt sich um 90 Grad drehen — so kannst du den Venty aufrecht hinstellen, ohne dass das Mundstück den Tisch berührt. Eine Kleinigkeit, die aber im Alltag praktisch ist. Die Keramikkammer hat eine glatte Beschichtung, an der kaum Material haften bleibt. Nach einer Session reicht meistens ein kurzes Ausleeren und Bürsten.
Noch ein Detail, das selten erwähnt wird: Der Venty hat keinen Geruchsschutz. Im ausgeschalteten Zustand riecht man die Reste der letzten Session, wenn man nah genug rangeht. Das ist bei allen Session-Vaporizern so, aber wer das Gerät in einer Tasche mit anderen Sachen transportiert, sollte eine Schutzhülle oder ein Döschen verwenden.
Dampfqualität — das Herzstück
Hier wird es ernst. Und hier liefert der Venty ab.
Die Hybrid-Heizung arbeitet bei Temperaturen zwischen 40°C und 210°C. Der Sweet Spot liegt für die meisten Nutzer bei 180-195°C — da bekommst du geschmacksintensiven, dichten Dampf ohne verbrannten Nachgeschmack. Ab 200°C wird es intensiver, dickere Wolken, stärkere Extraktion. Über 205°C schmeckt es schnell harsch.
Der wirkliche Gamechanger ist der einstellbare Airflow. Am Mundstück sitzt ein Drehring, der den Luftwiderstand reguliert. Halb geschlossen: langsame Züge, konzentrierter Geschmack, weniger Dampf. Ganz offen: freier Luftstrom, große Wolken, leichteres Ziehen.
Das klingt nach einem kleinen Feature. Ist es nicht. Der Airflow verändert das gesamte Dampferlebnis. Wer gerne an einem Gerät nippt, stellt restriktiv ein. Wer schnelle, volle Sessions will, dreht auf. Diese Flexibilität hat kein anderer tragbarer Vaporizer in dieser Preisklasse.
Temperatur-Tipps für verschiedene Materialien
Nicht jedes Material braucht dieselbe Temperatur. Nach mehreren Monaten Nutzung habe ich ein paar Richtwerte gesammelt:
- 175-185°C: Leichter, geschmacksintensiver Dampf. Hier schmeckst du die Terpene am deutlichsten. Perfekt für aromatische Kräuter und wenn du es langsam angehen willst.
- 185-195°C: Der Sweet Spot für die meisten Nutzer. Gute Balance zwischen Geschmack und Wirkung. Dichte, sichtbare Dampfwolken.
- 195-205°C: Intensiv. Starke Extraktion, dickerer Dampf, weniger Geschmacksnuancen. Gut für Kräuter, die schon eine Session hinter sich haben (zweiter Durchgang).
- 205-210°C: Maximum. Funktioniert, aber der Geschmack leidet. Manche Nutzer finden es zu harsch. Hier hilft ein Wasserfilter-Adapter.
Ein Trick aus der Community: Starte bei 180°C und erhöhe alle 2-3 Züge um 5 Grad. So holst du zuerst den Geschmack raus und am Ende die Intensität. Die App-Funktion „Custom Sessions“ automatisiert genau das.
Geschmack und Effizienz
Die ersten zwei bis drei Züge bei 185°C sind geschmacklich hervorragend. Klar, aromatisch, mit dem typischen Terpenprofil der jeweiligen Kräuter. Der Hybrid-Ansatz sorgt dafür, dass auch das Material in der Mitte der Kammer gleichmäßig erhitzt wird — ein Problem, das reine Konduktions-Geräte oft haben.
Die Effizienz ist gut, aber nicht überragend. Pro Kammer brauchst du etwa 0,15 g (ohne Dosierkapseln) oder 0,1 g mit Kapseln. Eine Session dauert bei mir 5-8 Minuten, je nach Temperatur und Zugtechnik. In der Reddit-Community r/vaporents wird die Effizienz als „gut, aber nicht auf TinyMight-Niveau“ eingestuft. Fair genug.
Session-Gerät, kein On-Demand
Ein Punkt, den viele Einsteiger nicht wissen: Der Venty ist ein Session-Vaporizer. Du schaltest ihn ein, er heizt auf, du dampfst die Kammer in einer Sitzung leer. Er ist nicht dafür gemacht, einen einzelnen Zug zu nehmen und ihn dann in die Tasche zu stecken. Dafür gibt es On-Demand-Geräte wie den TinyMight 2 oder den Firefly 2+.
Das ist kein Nachteil — es ist eine Designentscheidung. Session-Vaporizer sind einfacher zu bedienen, produzieren konsistenten Dampf und sind für die meisten Nutzer die bessere Wahl. Aber man sollte es wissen, bevor man kauft.
Akku und Ladezeit
Der Venty hat einen 3000 mAh Akku. In der Praxis reicht das für 8-12 Sessions pro Ladung, abhängig von der eingestellten Temperatur. Bei 185°C komme ich auf etwa 10-11 Sessions. Bei 210°C eher 7-8. Das ist für einen tragbaren Vaporizer sehr ordentlich.
Zum Vergleich: Der Mighty+ schafft ähnlich viele Sessions, ist aber auch größer. Der PAX Four kommt mit seinen 1300 mAh nur auf 4-6 Sessions. Der Crafty+ liegt bei 5-7. Der Venty bietet also das beste Verhältnis von Akkukapazität zu Gerätegröße.
USB-C Laden und Passthrough
Endlich USB-C. Nach Jahren mit Micro-USB beim Mighty hat S&B den Schritt gemacht. Die Ladezeit beträgt etwa 40 Minuten von 0 auf 80%, volle Ladung in gut einer Stunde. Schnell genug.
Das beste Feature dabei: kein Passthrough Charging. Du kannst den Venty nicht beim Laden benutzen — das Gerät muss erst vollständig aufgeladen sein. Für Passthrough brauchst du den Mighty+. In der Praxis ist das kaum ein Problem, da die Ladezeit nur ~60 Minuten beträgt.
Eine Einschränkung: Der Akku ist nicht wechselbar. Wer einen zweiten Akku für unterwegs mitnehmen will, hat Pech. Bei 3000 mAh ist das in der Praxis selten ein Problem — aber für Power-User auf mehrtägigen Trips kann es relevant sein.
Die Storz & Bickel App
S&B bietet eine Companion-App für iOS und Android. Die Verbindung läuft über Bluetooth Low Energy, das Pairing dauert wenige Sekunden.
Was die App kann:
- Temperatur gradgenau einstellen (am Gerät nur in 1°C-Schritten, per App genauso — aber bequemer)
- Superboost-Modus aktivieren: +20°C über der eingestellten Temperatur für die letzten Züge
- Custom Sessions anlegen: Temperaturkurven mit Start- und Endtemperatur, die automatisch hochfahren
- Firmware-Updates installieren
- Betriebsstunden und Ladezyklen einsehen
In der Praxis nutze ich die App selten. Die Bedienung am Gerät selbst ist intuitiv genug. Der Superboost ist nett für die letzte Extraktion, aber kein Muss. Die Custom Sessions sind das nützlichste Feature — einmal eingestellt, läuft die Temperatur automatisch von 180°C auf 200°C hoch. Perfekt für Leute, die sich nicht mit manueller Temperaturregelung beschäftigen wollen.
Ein Wort zur Privatsphäre: Die App fordert Standortzugang an (für Bluetooth). Du kannst das ablehnen und die meisten Features trotzdem nutzen. Die Firmware-Updates sind allerdings relevant — S&B hat in den ersten Monaten nach Release mehrere Updates veröffentlicht, die tatsächlich die Performance verbessert haben.
Dosierkapseln und Zubehör
Der Venty ist kompatibel mit dem Storz & Bickel Kapsel-System. Das sind kleine Edelstahl-Kapseln, die du vorher befüllst und dann einfach in die Kammer einsetzt. Drei Vorteile:
- Sauberkeit: Die Kammer bleibt praktisch makellos. Kein Pflanzenmaterial, kein Harz, kein Schrubben.
- Portionierung: Jede Kapsel fasst ~0,1 g. Ideal für Mikrodosierer oder Leute, die mehrere Sorten griffbereit haben wollen.
- Geschwindigkeit: Kapsel rein, fertig. Kein Befüllen, kein Stopfen. Unterwegs unschlagbar.
Die Kapseln kosten je nach Packungsgröße 0,50-1,00 EUR pro Stück. Ein 40er-Set liegt bei 15-25 EUR. Das Magazine-System (8 Kapseln in einer Reihe) kostet extra, ist aber für unterwegs Gold wert.
Weiteres Zubehör, das sich lohnt:
- Wasserfilter-Adapter: Für den Anschluss an eine Bong oder Wasserpfeife. Kühlt den Dampf deutlich ab. Auf r/vaporents quasi Pflichtprogramm.
- Wear & Tear Set: Ersatzsiebe und O-Ringe. Nach 6-12 Monaten fällig.
- Standfuß: Klingt unnötig, ist aber praktisch — der Venty kippt auf glatten Oberflächen.
Reinigung und Wartung
Ein Vaporizer, der nicht gereinigt wird, schmeckt nach 20 Sessions wie ein Aschenbecher. Das gilt für alle Geräte, aber bei Session-Vaporizern ist es besonders wichtig, weil die Kammer dauerhaft auf Temperatur ist.
Wöchentliche Reinigung (5 Minuten)
Die Kühleinheit abziehen. In Isopropylalkohol (mind. 90%) einlegen, 10-15 Minuten warten. Mit der Bürste durchgehen, abspülen, trocknen lassen. Die Kammer selbst mit einem in Isopropanol getränkten Wattestäbchen auswischen. Fertig.
S&B hat die Kühleinheit beim Venty im Vergleich zum Mighty+ vereinfacht. Weniger Einzelteile, einfacher zu zerlegen, schneller zu reinigen. Ein klarer Fortschritt.
Monatliche Wartung
Alle 4-6 Wochen solltest du die Siebe austauschen. Das Feinsieb in der Kammer und das Sieb in der Kühleinheit. Kostet fast nichts, macht aber einen spürbaren Unterschied bei Geschmack und Zugwiderstand.
Die O-Ringe prüfen. Wenn sie spröde werden oder nicht mehr dicht sitzen, austauschen. In der Regel halten die 6-12 Monate.
Was du nicht tun solltest
Keinen Alkohol in die Kammer oder auf elektronische Teile gießen. Keine Spülmaschine für die Kühleinheit (auch wenn manche das im Internet behaupten). Keine spitzen Metallwerkzeuge in der Kammer — die Keramikbeschichtung ist empfindlicher als sie aussieht.
Wer Dosierkapseln nutzt, spart sich 80% der Reinigungsarbeit. Das Material hat keinen direkten Kontakt zur Kammer, und die Kapseln selbst lassen sich in Alkohol einweichen und sind in Minuten sauber.
Vergleich mit der Konkurrenz
Venty vs Mighty+
Die häufigste Frage in jedem Forum. Der Mighty+ kostet weniger (ab ~170 EUR vs ~183 EUR), hat einen ähnlich großen Akku und produziert vergleichbaren Dampf. Der Venty ist kompakter (137 g vs 230 g), hat USB-C, App-Steuerung und den einstellbaren Airflow. Technisch ist der Venty das bessere Gerät. Wer sparen will und mit Micro-USB leben kann, greift zum Mighty+.
Venty vs Crafty+
Der Crafty+ ist der kleine Bruder — noch kompakter als der Venty, aber mit deutlich weniger Akku (3000 mAh). Für Leute, die maximale Portabilität wollen und selten mehr als 4-5 Sessions brauchen. Der Venty ist in jeder anderen Hinsicht überlegen.
Venty vs TinyMight 2
Völlig unterschiedliche Philosophie. Der TinyMight 2 ist ein On-Demand-Konvektionsvaporizer aus Finnland — handgefertigt, purer Geschmack, wechselbarer Akku. Dafür teurer, weniger benutzerfreundlich und ohne App. Auf r/vaporents wird der TinyMight 2 oft als „besser für Enthusiasten“ eingestuft, der Venty als „besser für alle anderen“.
Venty vs PAX Four
Der PAX Four ist flacher, leichter, diskreter. Der Venty hat den doppelten Akku, besseren Dampf und mehr Features. Wer ein Gerät will, das in der Hemdtasche verschwindet, nimmt den PAX. Wer Leistung will, den Venty. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in unserem PAX Four vs Venty Vergleich.
| Eigenschaft | Venty | Mighty+ | Crafty+ | TinyMight 2 |
|---|---|---|---|---|
| Preis ab | ~183 € | ~170 € | ~148 € | ~339 € |
| Gewicht | 137 g | 230 g | 135 g | 92 g |
| Akku | 3000 mAh | 3000 mAh | 1300 mAh | 18650 (wechselbar) |
| Heizung | Hybrid | Hybrid | Hybrid | Konvektion |
| Aufheizzeit | 20 s | 60 s | 60 s | 5 s |
| USB-C | Ja | Nein (Micro) | Ja | Ja |
| Airflow einstellbar | Ja | Nein | Nein | Ja |
| Dosierkapseln | Ja | Ja | Ja | Nein |
| App | Ja | Nein | Ja | Nein |
Preisverlauf der letzten 30 Tage
Der Venty ist in 154 Shops weltweit verfügbar. Die Preise variieren je nach Region stark — in den USA oft günstiger als in Europa, Asien liegt meist darüber. Unser Preisvergleich zeigt dir den aktuellen Bestpreis über alle Shops.
Was die Community sagt
Auf r/vaporents, dem größten Vaporizer-Forum auf Reddit, ist der Venty ein Dauerthema. Die Meinungen sind differenziert — hier die häufigsten Punkte, die immer wieder auftauchen:
Was gelobt wird
- Airflow-Kontrolle: „Endlich ein S&B-Gerät, bei dem ich den Zugwiderstand anpassen kann“ — ein Kommentar, der so ähnlich dutzendmal vorkommt.
- Aufheizzeit: 20 Sekunden statt 60 beim Mighty+. Für viele das überzeugendste Upgrade.
- Bauqualität: „S&B-Qualität, wie man sie kennt.“ Wenig Beschwerden über Verarbeitungsmängel.
- Kapsel-Kompatibilität: Wer vom Mighty wechselt, kann seine vorhandenen Kapseln weiternutzen.
Was kritisiert wird
- Preis: Bei Release knapp 400 EUR — für viele zu teuer, wenn der Mighty+ denselben Dampf für weniger liefert. Inzwischen ist der Preis deutlich gefallen.
- Plastik-Mundstück: Manche Nutzer hätten sich ein Glas- oder Keramik-Mundstück gewünscht.
- Nur 210°C maximal: Einige Nutzer, die gerne bei 220°C+ dampfen, fühlen sich eingeschränkt. In der Praxis ist 210°C für 95% aller Nutzer aber mehr als genug.
- Kein wechselbarer Akku: Für Power-User ein Minuspunkt. Bei 3000 mAh aber verschmerzbar.
Insgesamt wird der Venty auf r/vaporents als Top-3-Session-Vaporizer gehandelt, zusammen mit dem Mighty+ und dem TinyMight 2. Für Einsteiger wird er oft als erste Empfehlung genannt — einfach zu bedienen, zuverlässig, guter Dampf.
Garantie und Service
Storz & Bickel gibt standardmäßig 2 Jahre Garantie. Durch Registrierung auf der S&B-Website bekommst du eine Verlängerung auf 3 Jahre. Das ist in der Branche überdurchschnittlich — die meisten Hersteller bieten 1-2 Jahre.
Der Kundenservice von S&B hat in der Community einen guten Ruf. Defekte Geräte werden in der Regel schnell ersetzt. Auch nach der Garantiezeit bietet S&B Reparaturen an — allerdings nicht kostenlos.
Was die Garantie abdeckt: Materialfehler, Akkudefekte, Elektronikprobleme. Was sie nicht abdeckt: Sturzschäden, Feuchtigkeitsschäden, normale Abnutzung (O-Ringe, Siebe). Das Standardprozedere.
Für wen ist der Venty geeignet?
Ideal für
- Einsteiger, die ein unkompliziertes, zuverlässiges Gerät wollen. Einschalten, Temperatur einstellen, dampfen. Kein Lernaufwand.
- Mighty-Upgrader, die ein kompakteres Gerät mit schnellerer Aufheizzeit suchen.
- Mikrodosierer, die mit Dosierkapseln arbeiten und pro Session nur 0,1 g verwenden.
- Wasserfilter-Nutzer, die den Dampf durch eine Bong schicken wollen.
- Vieldampfer, die 8-12 Sessions pro Akkuladung brauchen.
Weniger geeignet für
- On-Demand-Nutzer: Wer nur schnell einen einzelnen Zug nehmen will, ist mit einem TinyMight, Firefly oder Butane-Vaporizer besser bedient.
- Stealth-Nutzer: Der Venty ist kompakt, aber nicht unsichtbar. PAX Four oder XMAX V3 Pro sind diskreter.
- Budget-Käufer: Unter 100 EUR gibt es solide Alternativen wie den XMAX V3 Pro oder den Flowermate V5 Nano. Der Venty spielt in einer höheren Liga.
- Geschmacks-Puristen: Wer reinen Konvektions-Geschmack will, greift zum TinyMight 2 oder Tinymight.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Storz & Bickel (Deutschland) |
| Typ | Tragbar (Portable) |
| Heizung | Hybrid (Konvektion + Konduktion) |
| Temperaturbereich | 40°C – 210°C |
| Aufheizzeit | 20 Sekunden |
| Akku | 3000 mAh (fest verbaut) |
| Sessions pro Ladung | 8-12 (je nach Temperatur) |
| Ladezeit | ~60 Minuten (80% in 40 Min) |
| Anschluss | USB-C |
| Passthrough Charging | Nein |
| Gewicht | 137 g |
| Dosierkapseln | Ja (S&B-System) |
| Wasserfilter-kompatibel | Ja |
| App-Steuerung | Ja (iOS & Android) |
| Airflow einstellbar | Ja (stufenlos) |
| Garantie | 2 Jahre (3 Jahre mit Registrierung) |
Fazit: Lohnt sich der Venty?
Ja. Aber nicht für jeden.
Wenn du einen zuverlässigen Session-Vaporizer suchst, der guten Dampf produziert, lange durchhält und einfach zu bedienen ist — der Venty liefert das. Die Hybrid-Heizung funktioniert, der Airflow gibt dir Kontrolle, die Dosierkapseln halten alles sauber, und 3000 mAh reichen für einen ganzen Tag.
S&B hat mit dem Venty keinen Revolution hingelegt, sondern eine Evolution. Alles, was am Mighty gut war, beibehalten. Die Schwächen (Größe, Aufheizzeit, USB-Anschluss) behoben. Ein paar neue Features draufgepackt. Das Ergebnis ist ein rundes Gerät ohne offensichtliche Schwächen.
Der Preis war bei Release überzogen. Inzwischen bekommst du den Venty ab ~183 EUR — damit liegt er in einem Bereich, der für die gebotene Qualität fair ist. Nicht günstig, aber angemessen.
Mein Rat: Schau dir den Preisvergleich unten an. Die Preise schwanken stark zwischen Shops und Regionen. Es gibt regelmäßig Angebote, bei denen der Venty deutlich unter 250 EUR rutscht. Wer geduldig ist, spart ordentlich.
Häufige Fragen zum Venty
Wie lange hält der Akku beim Venty?
Bei moderater Temperatur (185°C) schaffst du 10-11 Sessions pro Ladung. Bei Maximaltemperatur (210°C) sind es 7-8. Für einen vollen Tag reicht das in den meisten Fällen.
Funktioniert der Venty mit Mighty-Dosierkapseln?
Ja. Das Kapsel-System ist identisch. Wer vom Mighty oder Crafty wechselt, kann seine vorhandenen Kapseln und Magazine weiternutzen.
Ist der Venty besser als der Mighty+?
Technisch ja — schnellere Aufheizzeit, USB-C, Airflow-Kontrolle, App, kleiner. Die Dampfqualität ist vergleichbar. Der Mighty+ kostet weniger und reicht für viele Nutzer vollkommen aus. Wer das Neueste will, nimmt den Venty. Wer sparen will, den Mighty+.
Kann ich den Venty an einer Bong benutzen?
Ja. Mit dem Wasserfilter-Adapter von S&B passt der Venty auf 14mm und 18mm Schliffe. Die Community empfiehlt das ausdrücklich — der gekühlte Dampf ist deutlich angenehmer bei hohen Temperaturen.
Wie oft muss ich den Venty reinigen?
Die Kühleinheit einmal pro Woche in Isopropylalkohol einlegen. Die Kammer nach jeder Session kurz ausbürsten. Mit Dosierkapseln deutlich weniger Reinigungsaufwand. Siebe alle 4-6 Wochen tauschen.
Lohnt sich die App?
Für Firmware-Updates auf jeden Fall. Für Custom Sessions (automatische Temperaturkurven) auch. Für die tägliche Nutzung eher nicht — die Bedienung am Gerät ist intuitiv genug.