PAX Plus vs Mighty+: Lohnt sich der Aufpreis?
Ein Duell, das viele beschäftigt: Der PAX Plus ab ~62 € gegen den Mighty+ ab ~62 €. Fast dreifacher Preisunterschied — aber rechtfertigt der Mighty+ das? Konduktion trifft auf Hybrid-Heizung.
Technische Daten
| Spezifikation | PAX Plus | Mighty+ |
|---|---|---|
| Heizung | Konduktion | Hybrid (Konvektion + Konduktion) |
| Max. Temperatur | 215 °C | 210 °C |
| Aufheizzeit | ~22 Sekunden | ~60 Sekunden |
| Akku | 3.300 mAh (integriert) | Integriert |
| App | Ja (Bluetooth) | Ja (Bluetooth) |
| Dosierkapseln | Nein | Ja |
| Pass-Through | Ja | Ja |
| Wasserfilter | Ja (mit Adapter) | Ja (mit Adapter) |
| Gewicht | 93 g | 135 g |
| Preis ab | ~62 € | ~62 € |
| Shops | 132 | 132 |
Dampfqualität
Der Mighty+ gewinnt hier eindeutig. Seine Hybrid-Heizung (Konvektion + Konduktion) liefert gleichmäßigeren, geschmacksintensiveren Dampf als die reine Konduktion des PAX Plus. Der patentierte Kühlkörper des Mighty+ kühlt den Dampf merklich — beim PAX Plus fehlt ein vergleichbares System.
Der PAX Plus produziert durchaus ordentlichen Dampf, besonders in den mittleren Temperaturbereichen (185-195 °C). Allerdings schmeckt der Dampf in den letzten Zügen einer Session deutlich verbrannter als beim Mighty+. Die Hybrid-Heizung extrahiert gleichmäßiger.
Design und Portabilität
In Sachen Design ist der PAX Plus kaum zu schlagen. Mit 93 g wiegt er fast nichts, die flache Form passt in jede Hosentasche, und das gebürstete Aluminium sieht elegant aus. Der PAX fällt in der Öffentlichkeit nicht auf — er könnte eine Powerbank sein.
Der Mighty+ ist mit 135 g deutlich klobiger. Er passt in eine Jacken-, aber nicht in eine Hosentasche. Dafür liegt er gut in der Hand und der Kühlkörper macht die zusätzliche Größe wett. Wer maximale Diskretion will: PAX Plus. Wer maximalen Dampf will: Mighty+.
App und smarte Funktionen
Beide Geräte bieten eine Smartphone-App per Bluetooth. Die PAX-App erlaubt vier Temperaturprofile und einen Experience-Modus, der die Temperatur während der Session automatisch anpasst. Außerdem gibt es einen Stealth-Modus, der LED-Helligkeit und Vibration reduziert.
Die Crafty+/Mighty+-App von Storz & Bickel ist schlichter gehalten: Temperatur einstellen, Boost-Temperatur definieren, Betriebsstunden ablesen. Dafür funktioniert der Mighty+ auch komplett ohne App — die beiden Tasten am Gerät reichen für den Alltag. Der PAX Plus braucht die App für erweiterte Einstellungen wie präzise Temperaturwahl.
Ein wichtiger Unterschied: Der PAX Plus hat einen Bewegungssensor. Liegt er 30 Sekunden still, schaltet sich die Heizung ab. Praktisch für den Stromverbrauch, manchmal nervig wenn man den Vaporizer ablegen will. Der Mighty+ heizt weiter bis man manuell ausschaltet oder der 2-Minuten-Timer greift.
Akku und Aufheizzeit
Der PAX Plus hat einen 3.300 mAh Akku für 8-10 Sessions und heizt in ca. 22 Sekunden auf. Laden dauert 90 Minuten via USB-C. Kein Pass-Through — man kann nicht dampfen während er lädt.
Der Mighty+ bietet einen größeren Akku (~3.400 mAh) für 8-12 Sessions. Aufheizzeit ca. 60 Sekunden. Sein großer Vorteil: Pass-Through-Charging. Man kann den Mighty+ als Desktop-Ersatz nutzen, während er an der Steckdose hängt. USB-C Schnellladen füllt ihn in ca. 80 Minuten.
Reinigung und Pflege
Der PAX Plus ohne Dosierkapseln wird durch Konduktion schnell schmutzig. Alle 3-5 Sessions muss die Kammer mit Pfeifenreinigern und Isopropanol gereinigt werden. Das kurze Dampfpfad ist schwer zugänglich.
Der Mighty+ profitiert enorm von Dosierkapseln: Kapsel rein, dampfen, Kapsel raus — die Kammer bleibt fast steril. Die Kühleinheit muss alle 1-2 Wochen in Iso eingeweicht werden. Alle Verschleißteile sind bei Storz & Bickel einzeln erhältlich.
Wer sollte welches Gerät kaufen?
PAX Plus: Budget unter 150 €, maximale Portabilität und Diskretion wichtig, gelegentliches Dampfen. PAX ist eine solide Wahl für Einsteiger.
Mighty+: Dampfqualität steht an erster Stelle, Budget über 250 €, Erfahrung mit Vaporizern. Dosierkapseln und das S&B-Ökosystem sind ein großer Vorteil.
WPA und Zubehör
Beim Zubehör liegen die Prioritäten klar auseinander. Der PAX Plus ist kleiner, günstiger und dank WPA-Kompatibilität auch für Wasserfilter-Nutzer interessant. Gleichzeitig ist das Zubehör rund um halbe Füllmengen, verschiedene Mundstücke und die App stärker auf Portabilität ausgelegt. Der Mighty+ ist deutlich weniger taschentauglich, bringt dafür aber das reifere Ökosystem mit. Die S&B-Dosierkapseln sind im Alltag wirklich praktisch, wenn man vorbereitet losziehen will oder die Kräuterkammer sauber halten möchte.
Für Bong-Nutzung ist der PAX Plus spannender, weil Wasseradapter in diesem Format den kleinen Körper sinnvoll ergänzen. Beim Mighty+ kommt man eher wegen der Kapseln, der Kühleinheit und der bekannten Ersatzteilversorgung. Das ist wichtig, wenn das Gerät viele Jahre laufen soll.
Fazit: PAX Plus oder Mighty+?
Der PAX Plus punktet mit Preis, 10 Jahren Garantie, diskretem Format und einer überraschend erwachsenen App-Steuerung. Der Mighty+ kostet mehr, ist größer und langsamer, liefert aber den dichteren, verlässlicheren Dampf und das deutlich stärkere Zubehörsystem.
Wer ein kompaktes Gerät für unterwegs sucht und mit Konduktion leben kann, fährt mit dem PAX Plus gut. Wer zuhause und unterwegs möglichst konstante Ergebnisse, Dosierkapseln, Pass-Through-Charging und die CE-Medizinzulassung von Storz & Bickel schätzt, sollte den Mighty+ nehmen.
Reinigung im Alltag
Im Alltag bleibt ein Unterschied wichtig: Der PAX Plus ist schneller eingesteckt und verschwunden, der Mighty+ ist einfacher planbar sauber zu halten, wenn man mit Dosing Capsules arbeitet. Gerade Vielnutzer merken das nach einigen Wochen deutlich.
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