PAX Flow Test: Das erste Hybrid-Flaggschiff von PAX

PAX hat mit dem Flow alles auf den Kopf gestellt, was man von der Marke aus San Francisco kannte. Keine reine Konduktion mehr. Der Flow ist der erste PAX-Vaporizer mit Hybrid-Heizung – Konvektion und Konduktion in einem 93 Gramm leichten Gehäuse. Das hat vorher kein Hersteller geschafft.

PAX
ab 125,16 € · 109 Shops
Testnote: 8.3/10
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Kurz: 225 °C Maximaltemperatur (mehr als jeder Storz & Bickel), 35 Sekunden Aufheizzeit, 3.500 mAh Akku, USB-C mit Passthrough-Charging, volle App-Steuerung über Bluetooth. Kein Display, dafür LED-Feedback und haptische Bestätigung. 93 Gramm – leichter als ein PAX Plus (95 g) und spürbar leichter als ein VENTY (252 g).

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Design und Verarbeitung

Anodisiertes Aluminium, glatte Oberfläche, typisch PAX. Der Flow sieht dem PAX Plus ähnlich, ist aber minimal breiter und einen Tick schwerer. 93 Gramm – das spürst du in der Hosentasche praktisch nicht. In der Hand liegt er wie ein Feuerzeug.

Die Bedienung funktioniert ohne Display. Stattdessen hat PAX ein LED-Interface verbaut, das über Farben und Muster die aktuelle Temperatur, den Akkustand und den Betriebsmodus anzeigt. Dazu kommt haptisches Feedback: Das Gerät vibriert bei Temperaturerreichung, bei Modiwechsel und bei niedrigem Akku. Wer das PAX-System kennt, findet sich sofort zurecht. Wer nicht, braucht vielleicht zehn Minuten Einarbeitung.

Das Mundstück ist flach und sitzt bündig im Gehäuse. Es lässt sich abnehmen und reinigen. Die Kammer ist oben – Deckel ab, Material rein, Deckel drauf.

Heizung: Der grosse Sprung

PAX hatte bislang ausschließlich auf Konduktion gesetzt. PAX 2, PAX 3, PAX Plus, PAX Mini – alles reine Kontaktheizung über die Kammerwände. Das funktionierte gut, aber die Dampfqualität konnte mit reinen Konvektions- oder Hybrid-Geräten wie dem Venty nicht mithalten.

Der Flow ändert das grundlegend. PAX kombiniert jetzt Konduktion über die Kammer mit Konvektion durch heiße Luft, die beim Ziehen durch das Material strömt. Das Ergebnis: dichterer, geschmackvollerer Dampf als bei jedem vorherigen PAX. Die Extraktion ist gleichmäßiger, weil das Material von allen Seiten erhitzt wird – nicht nur dort, wo es die Kammerwand berührt.

225 °C Maximaltemperatur ist bemerkenswert. Der VENTY kommt auf 210 °C, der Mighty+ auf 210 °C, der Crafty+ ebenfalls. PAX geht 15 Grad höher. Für die meisten Nutzer macht das keinen Alltagsunterschied – die besten Ergebnisse liegen zwischen 180 und 200 °C. Aber wer gelegentlich maximale Extraktion bei höherer Temperatur braucht, hat die Option.

35 Sekunden Aufheizzeit sind okay. Nicht so schnell wie der VENTY (20 Sekunden) oder Mighty+ (60 Sekunden – tatsächlich langsamer), aber absolut alltagstauglich. Du drückst den Knopf, steckst das Gerät ein, und es vibriert, wenn es bereit ist.

App und Steuerung

Die PAX-App ist eine native App für iOS und Android – nicht nur eine Web-App wie bei Storz & Bickel. Die Verbindung läuft über Bluetooth. In der App kannst du:

  • Temperatur in 1-°C-Schritten einstellen (bis 225 °C)
  • Eigene Experience-Modi anlegen und speichern
  • Sessions tracken und Nutzungsmuster einsehen
  • Geräte-Einstellungen ändern (Vibration, LED-Helligkeit)
  • Firmware aktualisieren

Ohne App funktioniert der Flow mit voreingestellten Temperaturstufen. Du wechselst sie über die Taste am Gerät. Das haptische Feedback bestätigt jeden Wechsel per Vibration. Kein Display bedeutet: nichts, was kaputtgehen oder verkratzen kann. Für ein Gerät, das in Hosentaschen und Rucksäcken lebt, ist das ein Vorteil.

Gegenüber dem PAX Plus hat die App einen deutlichen Sprung gemacht. Die Verbindung steht schneller, die Bedienung ist flüssiger, die Session-Tracking-Funktion ist neu.

Akku und Laufzeit

3.500 mAh, nicht wechselbar. USB-C zum Laden, Passthrough-Charging unterstützt – du kannst also dampfen, während das Gerät am Kabel hängt. PAX gibt 8 bis 10 Sessions pro Ladung an. In der Praxis hängt das stark von der Temperatur und der Sessionlänge ab. Bei moderaten 185 °C und 5-Minuten-Sessions sind 8 realistisch. Bei 225 °C und längeren Draws eher 6.

Im Vergleich: Der VENTY hat 5.3200 mAh (deutlich mehr), der Mighty+ kommt auf 3.260 mAh (etwas weniger). Wer den ganzen Tag unterwegs ist, wird den Flow abends laden müssen. Für normale Nutzung reicht eine Ladung locker durch den Tag.

Dampfqualität

Hier hat PAX den größten Sprung gemacht. Der alte PAX Plus war gut, aber gegen einen VENTY oder Mighty+ kam er geschmacklich nicht an. Reine Konduktion hat Grenzen – das Material wird ungleichmäßig erhitzt, die Kammerände rösten schneller als die Mitte.

Der Flow mit seinem Hybrid-System löst das. Die Konvektionskomponente sorgt für gleichmäßige Durchströmung. Der Geschmack ist sauber, besonders in den ersten Zügen. Die Dampfproduktion ist sichtbar dichter als beim PAX Plus. Verglichen mit dem VENTY ist die Dampfqualität auf einem ähnlichen Niveau – mit dem Unterschied, dass der VENTY einen einstellbaren Airflow hat und der Flow nicht.

Der feste Zugwiderstand beim Flow ist mittelfest – nicht zu offen, nicht zu restriktiv. Er ähnelt dem des PAX Plus und liegt zwischen dem offenen Airflow des VENTY und dem strafferen Zug eines Crafty+.

Was ist anders als beim PAX Plus?

Auf den ersten Blick sehen sich Flow und PAX Plus ähnlich. Unter der Haube sind es verschiedene Geräte:

Merkmal PAX Flow PAX Plus
Heizung Hybrid (Konvektion + Konduktion) Konduktion
Max. Temperatur 225 °C 215 °C
Aufheizzeit ~35 s ~22 s
Akku 3.500 mAh 3.040 mAh
App Native App (iOS/Android) Native App
Gewicht 93 g 95 g
UVP 167 € 125 €
Garantie 2 Jahre 2 Jahre

Der größte Unterschied ist die Heizung. Hybrid vs. Konduktion – das merkst du beim ersten Zug. Dichterer Dampf, saubererer Geschmack, gleichmäßigere Extraktion. Die höhere Maximaltemperatur und der größere Akku sind nette Extras. Die Aufheizzeit ist etwas länger – 35 statt 22 Sekunden – weil das Hybrid-System mehr Energie zum Hochfahren braucht.

Zubehör

PAX bietet für den Flow:

  • Wasserpfeifen-Adapter (WPA): 14-mm-Schliff, macht den Flow zur Bong-tauglichen Dampfmaschine
  • Flaches Mundstück: Standardmäßig dabei, Ersatz verfügbar
  • Half-Pack-Deckel: Für kleinere Kammerbefüllungen, ideal für Mikrodosierung
  • Reinigungskit: Isopropanol-Tupfer und Pfeifenreiniger

Dosierkapseln gibt es nicht. PAX setzt auf Direktbefüllung – wie der Veazy von Storz & Bickel. Wer Kapseln will, muss zum VENTY oder Mighty+ greifen.

Für wen ist der PAX Flow?

Der Flow richtet sich an Leute, die Design, Kompaktheit und Dampfqualität in einem Gerät wollen. Es ist der „Apple unter den Vaporizern“ – ein Satz, den man über PAX oft hört und der beim Flow tatsächlich zutrifft. 93 Gramm, anodisiertes Aluminium, keine sichtbaren Schrauben, minimalistisches Interface.

Im Wettbewerb steht der Flow zwischen dem VENTY (teurer, schwerer, Display, einstellbarer Airflow) und dem Mighty+ (günstiger, schwerer, Display, Dosierkapseln). Der Flow ist leichter als beide und setzt stärker auf App-Steuerung als auf physische Bedienelemente.

Nicht geeignet für: Nutzer, die ein Display brauchen, Dosierkapseln verwenden wollen oder einen wechselbaren Akku erwarten. Dafür gibt es andere Geräte.

Häufige Fragen zum PAX Flow

Ist der PAX Flow wirklich ein Hybrid-Vaporizer?

Ja. Der Flow kombiniert Konduktion über die Kammerwände mit Konvektion durch heiße Luft beim Ziehen. Das ist ein grundlegender Unterschied zu allen vorherigen PAX-Modellen, die reine Konduktionsgeräte waren.

Brauche ich die App?

Nein. Der Flow funktioniert ohne App über voreingestellte Temperaturstufen. Die App bietet zusätzliche Kontrolle: gradgenaue Temperatur, eigene Profile, Session-Tracking. Aber sie ist optional.

Passen Dosierkapseln in den PAX Flow?

Nein. Der Flow arbeitet mit Direktbefüllung. Es gibt keine Dosierkapseln-Option. Wer Kapseln will, sollte den VENTY oder Mighty+ ansehen.

Wie reinige ich den PAX Flow?

Mundstück abnehmen, Kammer ausbürsten, Dampfpfad mit Isopropanol und Pfeifenreiniger durchziehen. Alle 5–10 Sessions empfohlen. Das Gehäuse außen mit einem feuchten Tuch abwischen.

Kann ich den PAX Flow mit einer Wasserpfeife verwenden?

Ja. Mit dem optionalen WPA-Adapter (14-mm-Schliff) funktioniert der Flow an jeder Wasserpfeife. Der Adapter ist separat erhältlich.

Wie schneidet der PAX Flow gegen den VENTY ab?

Beide sind Hybrid-Vaporizer. Der VENTY hat ein Display, einstellbaren Airflow und größeren Akku. Der Flow ist deutlich leichter (93 g vs 252 g), erreicht höhere Temperaturen (225 vs 210 °C) und kostet weniger. Dampfqualität auf ähnlichem Niveau.

Lohnt sich das Upgrade vom PAX Plus?

Wenn dir die Dampfqualität beim PAX Plus nicht gereicht hat: ja. Die Hybrid-Heizung ist ein merklicher Sprung. Wenn du mit dem PAX Plus zufrieden bist und kein höheres Temperaturniveau brauchst: der PAX Plus reicht weiterhin.

Hat der PAX Flow Passthrough-Charging?

Ja. Du kannst den Flow benutzen, während er am USB-C-Kabel hängt.

Fazit

Der PAX Flow ist der beste PAX, den es je gab. Die Hybrid-Heizung schließt die Lücke zu Storz & Bickel, das Gewicht von 93 Gramm bleibt unerreicht in dieser Klasse. 225 °C Maximaltemperatur, volle App-Steuerung, USB-C mit Passthrough – technisch gibt es wenig zu meckern.

Was fehlt: Display, Dosierkapseln, einstellbarer Airflow. Wer das braucht, greift zum VENTY. Wer das kompakteste Hybrid-Gerät auf dem Markt will und mit LED-Steuerung klarkommt, findet im Flow seinen Vaporizer.

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