WOHW Test: Kabelloser Ball Vape von Crossing Tech
Kurz gesagt
Das WOHW (Wireless One Hit Wonder) von Crossing Tech ist ein kabelloser Ball Vape, der als Komplettpaket daherkommt. Titan-Bowl, Injector-Head mit 520 Rubinkugeln, PID-Controller und Docking Station – alles dabei. Fehlt nur noch ein Wasserfilter, und es kann losgehen. Preislich liegt das Set je nach Shop zwischen 170 und 250 Euro. Wer einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Ball Vapes sucht, findet hier ein solides Gesamtpaket.

Update: WOHW V2 – Crossing Tech hat inzwischen die zweite Generation vorgestellt. Die wichtigsten Aenderungen: Der Injector-Head ist jetzt mit 280 Rubinkugeln (3 mm) gefuellt statt 520 kleinerer Kugeln. Ausserdem gibt es eine Edelstahl-Variante (SS316) neben der Titan-Version. Preise beim Hersteller: ab $260 (ohne PID) bis $390 (Titan + Vital Tool Set). In Europa ueber Shops wie Verdampftnochmal erhaeltlich.
Was steckt im Paket?
Crossing Tech packt beim WOHW wirklich fast alles in die Box, was man braucht. Das Set besteht aus folgenden Teilen:
- Injector-Head aus Titan mit Holzgriff und 520 GemCat-Rubinkugeln
- Titan-Bowl mit Holzgriff, Sieb und zwei Glasadaptern (14,4 mm und 18,8 mm)
- PID-Controller mit digitaler Temperaturanzeige
- Docking Station aus Aluminium mit Schrauben und Inbusschlüssel
- 25 mm koaxiale Heizspule
- Kaltgerätekabel, Schaufel, Pinsel, Ersatz-Maschensiebe und Viton-O-Ringe
Was tatsächlich fehlt: Ein Rührwerkzeug zum Umrühren des Krauts zwischen den Zügen. Kein Weltuntergang, aber bei einem „All-Inclusive-Paket“ hätte man das erwarten können. Und natürlich ein Wasserfilter – den muss man separat besorgen.
Aufbau und erste Schritte
Bevor es losgeht, muss die Heizspule in die Docking Station eingebaut werden. Die Coil wird mittig mit etwa 3 mm Abstand zu den Rundungen eingesetzt und mit zwei kleinen Inbusschrauben fixiert. Hier gilt die alte Schlosserregel: nach fest kommt lose. Also nicht überdrehen.
Danach wird die Basis mit den mitgelieferten Gummiringen auf dem PID-Controller befestigt, das Kabel in der Nut verstaut und der fünfpolige Stecker eingesteckt. Netzkabel rein – fertig. Der ganze Aufbau dauert vielleicht zehn Minuten, wenn man sich Zeit lässt.
Die Docking Station im Detail
Die Aluminium-Basis dient nicht nur als Halterung für die Heizspule. Sie bietet auch Platz für Zubehör: Drei Bohrungen mit 18 mm, vier mit 14 mm und zwei mit 10 mm Durchmesser. Dort lassen sich Bowls, Stems und anderes Zubehör aufgeräumt abstellen. Zusammen mit dem PID-Controller ergibt das eine kompakte Einheit, die sich leicht in der Wohnung umstellen lässt – fast wie ein portabler Desktop-Vaporizer.

Der Injector-Head: Herzstück des WOHW
Im Inneren des Injector-Heads stecken 520 GemCat-Rubinkugeln. Die speichern die Wärme der Heizspule und geben sie beim Auflegen auf die Bowl wieder ab. Der Head besteht aus Titan und hat einen Holzgriff, damit man sich nicht die Finger verbrennt.
Eine Besonderheit, die man bei Ball Vapes nicht so häufig sieht: Der Injector-Head lässt sich in zwei Richtungen aufsetzen.
| Modus | Funktionsweise | Wirkung |
|---|---|---|
| Injector | Größerer Abstand zum Kraut, konzentrierterer Luftstrom | Gezieltere Hitze, etwas sanfterer Dampf |
| Showerhead | Näher am Kraut, breitere Wärmeverteilung | Intensiverer Dampf, gleichmäßigere Extraktion |
Beide Varianten funktionieren problemlos. Welche einem besser liegt, muss man selbst ausprobieren.
Die Titan-Bowl
Auch die Bowl ist aus Titan gefertigt und mit einem Holzgriff versehen. Unten sitzt ein Sieb, das sich bei Bedarf tauschen lässt (zwei Ersatzsiebe sind im Set). Die Glasadapter (14,4 mm und 18,8 mm) werden mit einem Viton-O-Ring gehalten und lassen sich je nach Wasserfilter wechseln.
Neben der Standard-Titan-Bowl gibt es im Zubehör noch zwei empfehlenswerte Optionen:
- Microdose Bowl – Für Mengen unter 0,1 g. Wer gern mit kleinen Mengen arbeitet, kommt damit deutlich besser zurecht als mit der großen Standard-Bowl.
- Glas-Bowl – Für alle, die den Geschmack von Glas bevorzugen. Performt ebenfalls gut.
PID-Controller: Finger weg vom Menü
Der PID-Controller hat eine gut ablesbare Digitalanzeige und einen soliden Schalter. Aber Achtung: Die Temperaturanzeige kommt ab Werk in Fahrenheit.
Ja, man kann auf Celsius umstellen. Aber hier muss man wissen, dass diese PID-Controller nicht speziell für Vaporizer entwickelt werden – sie stammen aus der industriellen Anwendung. Im Einstellungsmenü gibt es diverse Parameter, die man verstellen kann und besser nicht verstellen sollte. Wer sich da verklickt, riskiert im schlimmsten Fall einen Defekt des Geräts.
Empfehlung: Einfach in Fahrenheit lassen und sich die Umrechnung merken. 600 °F entsprechen etwa 315 °C – ein guter Startwert.
Anwendung in der Praxis
So läuft eine typische Session ab:
- PID einschalten und den Injector-Head in die Heizspule setzen
- Warten, bis die Temperatur erreicht ist (beim ersten Mal ca. 5 Minuten, danach schneller)
- Bowl auf den Wasserfilter setzen und mit der Schaufel befüllen
- Injector-Head auf die Bowl legen (Injector- oder Showerhead-Modus)
- Einen kräftigen Zug nehmen
- Injector-Head zurück in die Heizspule, damit er sich wieder auflädt
Wer noch dickere Clouds will, kann die Bowl beim Vorheizen auf den Injector-Head stellen. Dadurch heizt sich die Bowl mit auf und bringt zusätzlich einen Konduktions-Effekt mit rein.
Und jetzt kommt das Aber
Das Gerät heißt nicht umsonst One Hit Wonder. Die gespeicherte Wärme der Rubinkugeln reicht für einen richtig fetten Hit. Danach muss der Head zurück in die Coil zum Nachladen. Wer mehrere Züge hintereinander will, muss jedes Mal kurz warten.
Das ist keine Schwäche im eigentlichen Sinne – es ist das Konzept. Ein kabelloser Ball Vape hat nun mal keinen durchgehenden Stromanschluss wie ein kabelgebundenes Modell. Die thermische Masse der Rubinkugeln ist begrenzt.
Für wen eignet sich das WOHW?
Das WOHW trifft eine bestimmte Zielgruppe ziemlich genau:
Gut geeignet für:
- Einsteiger in die Ball-Vape-Welt, die ein Komplettpaket ohne langes Zusammenstellen wollen
- Nutzer, die einen kompakten Desktop-Vaporizer suchen, der nicht viel Platz braucht
- Gelegenheitsdampfer, denen ein kräftiger Hit pro Aufheizvorgang reicht
- Preisbewusste Käufer – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist für ein Ball-Vape-Set stark
Weniger geeignet für:
- Vape-Nerds, die mit vielen verschiedenen Bowls und eigenen Setups experimentieren wollen – hier sind kabelgebundene Ball Vapes wie der Breniix flexibler
- Nutzer, die lange Sessions mit mehreren Zügen am Stück bevorzugen
- Wer einen Ball Vape mit großer Bowl-Kompatibilität sucht – bei manchen Bowls mit größerem Abstand zum Kraut geht dem WOHW die Puste aus
Kabellos vs. kabelgebunden: Was ist der Unterschied?
Ball Vapes gibt es in zwei Varianten: kabellos und kabelgebunden. Die Unterschiede in Kürze:
| Merkmal | Kabellos (z.B. WOHW) | Kabelgebunden (z.B. Breniix) |
|---|---|---|
| Aufheizung | Heizspule lädt Rubinkugeln auf | Dauerhaft unter Strom |
| Hits pro Aufheizvorgang | 1 (dann nachladen) | Unbegrenzt |
| Bowl-Kompatibilität | Eingeschränkt (braucht effizienten Wärmetransfer) | Groß (permanente Hitze kompensiert Abstand) |
| Mobilität | Flexibel in der Wohnung | An Kabel/Steckdose gebunden |
| Komplexität | Einfacher Einstieg | Mehr Tuning-Möglichkeiten |
Edelstahl-Variante: Lohnt sich das Upgrade?
Crossing Tech bringt das WOHW auch in einer Edelstahl-Version raus. Durch das schwerere Material steigt die thermische Masse des Injector-Heads leicht an. In der Praxis dürfte das spürbar sein – etwas mehr gespeicherte Wärme pro Aufheizvorgang. Am grundsätzlichen Konzept ändert es aber nichts: Es bleibt ein One Hit Wonder, kein Two Hit Wonder.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Crossing Tech |
| Typ | Kabelloser Ball Vape (Desktop) |
| Heizmethode | Konvektion (kabellos, Rubinkugeln) |
| Thermische Masse | 520 GemCat-Rubinkugeln |
| Heizspule | 25 mm koaxial |
| Bowl-Material | Titan |
| Glasanschlüsse | 14,4 mm und 18,8 mm (wechselbar) |
| Temperaturanzeige | PID-Controller (ab Werk Fahrenheit) |
| Aufheizzeit | ca. 5 Minuten (Erstaufheizung) |
| Empfohlene Starttemperatur | ~600 °F (~315 °C) |
| Stromversorgung | Kaltgerätekabel (Netzstrom) |
| Varianten | Titan, Edelstahl |
Fazit: Kompakter Einstieg mit klarer Ansage
Das Wireless One Hit Wonder macht genau das, was der Name verspricht: Es liefert einen gewaltigen Hit pro Aufheizvorgang. Nicht zwei, nicht drei – einen. Und den richtig gut.
Für den Preis bekommt man ein durchdachtes Gesamtpaket mit ordentlicher Materialqualität. Titan-Bowl, Titan-Injector, PID-Controller – da wird nicht am Material gespart. Die kompakten Maße machen das Set alltagstauglich, und der Aufbau ist in wenigen Minuten erledigt.
Wer sich einen einfachen, günstigen Einstieg in die Ball-Vape-Welt wünscht und mit dem „ein Hit pro Aufladung“-Prinzip leben kann, macht mit dem WOHW wenig falsch. Wer dagegen ein Setup mit maximaler Flexibilität, verschiedenen Bowls und langen Sessions sucht, sollte sich eher bei kabelgebundenen Ball Vapes umschauen.
Die aktuellen Preise für das WOHW findest du in unserem Preisvergleich.
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