MAD Heaters TEMPEST 2: Review & Langzeit-Einschätzung
Vorteile
- Grade-5-Titan, 46 g mit Alu-Hitzeschild
- Jetflamme oder Induktion (Wand, YLL 3.0)
- Kammer in drei Größen von 0,1 bis 0,2 g
- WPA-kompatibel mit 10, 14 und 18 mm
Nachteile
- Keine Aufheizzeit für die Jetflamme vom Hersteller
- Kein Temperaturwert für den Dampf
- Klick-Anzeige statt Temperaturanzeige
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Review & Langzeit-Einschätzung für den TEMPEST 2. Auf der Hauptseite findest du den Gesamtüberblick.
Review & Langzeit-Einschätzung
Kurzfazit: Der TEMPEST 2 ist vor allem für erfahrene Nutzer interessant, die einen manuell erhitzten, laut MAD Heaters „convection-heavy“ ausgelegten Ball-Vaporizer mit vielen Einstellmöglichkeiten suchen. Er besitzt zwei Klickscheiben und einen visuellen Hitzeindikator, drei einstellbare Bowl-Stufen und getrennt regelbaren Cap- und Stem-Airflow. Er kann mit Torch sowie den dokumentierten Induktionsheizern iSpire Wand und YLL 3.0 betrieben werden. Wer dagegen eine automatisch geregelte Zieltemperatur, ein unkompliziertes Ein-Knopf-Gerät oder eine fest reproduzierbare Aufheizzeit erwartet, sollte ein elektronisch geregeltes Modell bevorzugen.
Die passende Zielgruppe
Der TEMPEST 2 passt zu Nutzern, die ein mechanisch geprägtes System bewusst abstimmen möchten. MAD Heaters beschreibt eine mit Zirkonia-Kugeln gefüllte thermische Matrix und positioniert das Gerät als konvektionslastig und ballunterstützt. „Pure convection“ wäre eine stärkere Behauptung als die aktuelle Herstellerformulierung. Wie sich das Verhältnis von heißem Luftstrom und gespeicherter Wärme in einer konkreten Nutzung auswirkt, hängt unter anderem von Kugelmaterial, Heizleistung, Heizdauer, Füllung und Zugprofil ab.
Die drei Screen-Positionen verändern das nutzbare Bowl-Volumen auf ungefähr 0,6, 0,9 oder 1,2 cm³. MAD Heaters ordnet diesen Stufen etwa 0,10, 0,15 und 0,20 g zu. Diese Gewichtsangaben sind Näherungen, weil Dichte, Feuchtigkeit und Mahlgrad variieren. Trotzdem ist die Verstellbarkeit ein belastbarer Vorteil für Nutzer, die zwischen kleineren und größeren Ladungen wechseln wollen, ohne aus einem einzelnen Nennwert eine universelle Kapazität abzuleiten.
Auch beim Luftstrom verlangt das Gerät eine bewusste Einstellung. Am Cap wird die obere Schraube gelöst, die Induktionshülse gedreht und die Schraube anschließend wieder befestigt. Am Stem werden Mundstück und Heat Shield verwendet, um den Lufteinlass einzustellen oder zu schließen. Die frühere Beschreibung von „drei einstellbaren Airflow-Schrauben“ war damit sachlich falsch. Gerade diese zweigeteilte Regelung dürfte Tüftler ansprechen; für Käufer, die ohne Einlernen einen einzigen Werkszustand erwarten, ist sie zusätzlicher Aufwand.
Hitzeindikatoren statt behaupteter Temperaturanzeige
Der TEMPEST 2 besitzt laut Handbuch zwei Klickscheiben und einen visuellen Indikator. Die Klickscheiben können insbesondere anfangs gleichzeitig auslösen, und der visuelle Zeiger bewegt sich weiter, während sich die Wärme im Cap verteilt. MAD Heaters weist darauf hin, die Indikatoren nie direkt zu erhitzen. Bei einem Reheat soll der visuelle Indikator außerdem nicht so weit wie beim ersten Heizvorgang geführt werden.
Diese Anzeigen unterstützen die Bedienung, sind aber keine digitale Messung der Materialtemperatur. Besonders wichtig ist die häufig missverstandene Wand-Einstellung: Im iSpire Wand dient der angezeigte „Temperatur“-Wert bei diesem Setup laut TEMPEST-Handbuch als Timer für die Heizdauer. Die oft genannten 290 °C sind ein typischer Startwert für Zirkonia-Kugeln im beschriebenen Adapter-Setup, nicht eine gemessene Kräuter-, Bowl- oder Aerosoltemperatur. Der Wert gehört daher in eine Anleitung zum Wand-Setup und nicht als „Maximaltemperatur“ in die TEMPEST-Spezifikation.
Torch oder Induktionsheizer: keine universelle 35-Sekunden-Regel
Beim Torch-Betrieb empfiehlt MAD Heaters eine Dual-, Triple- oder mittelgroße Single-Flame-Torch. Die Flammenspitze soll ungefähr einen Zentimeter vom Cap entfernt bleiben; während des Erhitzens wird das Gerät langsam gedreht. Damit ist auch die frühere Regel „nur Single Flame empfohlen, Multi-Flame riskant“ nicht mit dem aktuellen Handbuch vereinbar. Unabhängig vom Brennertyp bleiben offene Flamme und heiße Metallteile potenzielle Gefahrenquellen. Der Cap darf nicht unbeaufsichtigt erhitzt oder im heißen Zustand berührt beziehungsweise auf empfindliche Oberflächen gelegt werden.
Für induktives Erhitzen dokumentiert der Hersteller iSpire Wand und YLL 3.0. Beim YLL-Setup nennt das Handbuch für Standard-Zirkonia-Kugeln beispielsweise 80 W und etwa 35-40 Sekunden als Startbereich. Die umfangreichere Tabelle zeigt je nach Kugelmaterial, Füllgewicht und Leistung Werte von gut 20 bis über 50 Sekunden. Niedrigere Leistung verlängert die Zeit, höhere Leistung verkürzt sie und kann bei falscher Abstimmung das Verbrennungsrisiko erhöhen. Daher ist eine pauschale „35 Sekunden bis fertig“-Aussage ebenso ungeeignet wie eine feste Temperaturbehauptung.
Die Wahl zwischen Torch und Induktionsheizer ist damit keine reine Geschmacksfrage. Ein Torch benötigt Brennstoff, Rotation und sicheren Umgang mit einer sichtbaren Flamme. Wand und YLL 3.0 benötigen korrektes Adapter- beziehungsweise Tiefen-Setup, Leistung und Zeit. Wer diese Variablen dokumentiert und schrittweise anpasst, erhält mehr Kontrolle; wer automatische Regelung erwartet, wird die Lernkurve eher als Nachteil empfinden.
Größe, Material und Wasserfilter-Anschlüsse
MAD Heaters listet 122 × 18,5 mm. Mit Aluminium-Heat-Shield beträgt das veröffentlichte Gewicht 46 g, mit Holz-Heat-Shield 43 g. Die Hauptkonstruktion wird als Grade-5-Titan beschrieben; Edelstahl kommt unter anderem an Induktionshülse, Indikatorgehäuse und Screens zum Einsatz. Das Heat Shield besteht je nach Variante aus anodisiertem Aluminium, Holz oder bei entsprechend bezeichneten Versionen aus Titan. Variantenangaben gehören deshalb immer direkt zum Gewicht und Materialclaim.
Für Wasserfilter nennt die Produktseite 10-, 14- und 18-mm-WPA-Kompatibilität. Hinzu kommt eine 8-mm-Verbindung von Stem und Bowl, die laut Handbuch mit verschiedenen DynaVap-Zubehörteilen kompatibel ist. Daraus folgt keine pauschale Freigabe jedes Zubehörteils jeder Revision. Bei Drittanbieter- oder Cross-Brand-Zubehör sollten exakte Abmessung, Version und Quelle geprüft werden; Bauteile dürfen nicht mit Kraft verbunden werden.
Pflege und Haltbarkeit realistisch einordnen
Das aktuelle Handbuch enthält sehr konkrete Pflegeintervalle: eine Schnellreinigung wird nach ungefähr 30 Bowls, eine Tiefenreinigung nach ungefähr 100 Bowls empfohlen. Für das neue Gerät wird ebenfalls eine Reinigung vor der ersten Nutzung beschrieben. Holzkomponenten sind von der dort genannten vollständigen IPA-Tauchreinigung ausdrücklich ausgenommen. Auch für Cap, Indikatoren, Kugeln, Screens, O-Ringe und Oberflächen gelten unterschiedliche Arbeitsschritte. Nutzer sollten deshalb die aktuelle Anleitung vollständig befolgen, statt aus einem einzelnen Materialhinweis eine pauschale „alles einweichen“-Regel abzuleiten.
Aus Titan, Edelstahl und austauschbaren Komponenten lässt sich keine „praktisch unzerstörbare“ Konstruktion beweisen. Ebenso sind angebliche Mikrorisse nach mehreren Jahren ohne dokumentiertes Exemplar, Fotos, Nutzungshistorie und Materialanalyse keine belastbare Langzeitbeobachtung. Die aktuelle MAD-Heaters-Policy nennt ein Jahr Garantie auf Material- und Herstellungsfehler bei normaler Nutzung, sofern die Produktseite nichts anderes bestimmt. Missbrauch, Unfälle, Modifikationen und normaler Verschleiß sind ausgenommen. Das ist keine pauschale Zweijahresgarantie.
Entscheidung in einem Satz
Der TEMPEST 2 ist eine gute Shortlist-Option für technisch interessierte Nutzer, die manuelles oder induktives Erhitzen, einstellbare Bowl-Größen, visuelle und akustische Indikatoren sowie weitreichende Airflow-Anpassung bewusst wollen. Weniger geeignet ist er für Einsteiger, die eine gemessene Zieltemperatur, automatische Abschaltung des externen Heizvorgangs, einen einzigen narrensicheren Heizablauf oder belastbare Langzeitdaten aus diesem Artikel erwarten. Der Mehrwert liegt in der dokumentierten Einstellbarkeit; der Preis dafür ist eine Setup- und Lernphase, die nicht durch erfundene Sessionzahlen beschönigt werden sollte.
Offizielle Quellen
- MAD Heaters: TEMPEST 2 Produktseite, Maße, Gewicht, Bowl und Kompatibilität
- MAD Heaters: TEMPEST 2 Handbuch, Indikatoren, Heiz-Setups, Airflow und Reinigung
- MAD Heaters: Rückgabe- und Garantiebedingungen
Quellenstand: 31.08.2026. Handbuch, Produktvarianten, Verfügbarkeit und Garantiebedingungen können sich ändern.
Häufige Fragen zum TEMPEST 2
Ist der TEMPEST 2 ein reiner Konvektionsvaporizer?
MAD Heaters beschreibt ihn als „convection-heavy“ und ballunterstützt. Diese Seite verwendet deshalb „konvektionslastig“ und macht daraus keine stärkere Pure-Convection-Behauptung.
Hat der TEMPEST 2 einen Hitzeindikator?
Ja. Das aktuelle Handbuch nennt zwei Klickscheiben und einen visuellen Indikator. Beide helfen bei der Bedienung, sind aber keine digitale Messung der Materialtemperatur.
Bedeutet die Wand-Einstellung 290 °C, dass das Kraut 290 °C heiß wird?
Nein. Laut TEMPEST-Handbuch funktioniert die Temperatureinstellung des Wand in diesem Setup als Timer. 290 °C ist ein typischer Startwert für die Heizdauer mit Zirkonia-Kugeln, keine gemessene Bowl- oder Materialtemperatur.
Welche Heizquellen sind dokumentiert?
Der Hersteller beschreibt Torch-Betrieb und nennt iSpire Wand sowie YLL 3.0 als kompatible Induktionsheizer. Beim Torch werden Dual-, Triple- oder mittelgroße Single-Flame-Modelle empfohlen.
Wie lange dauert das Aufheizen?
Es gibt keinen universellen Wert. Die dokumentierten Setups reichen je nach Kugelmaterial, Leistung, Timer, Adapter und Startbedingungen von gut 20 bis über 50 Sekunden. Das jeweilige Setup muss genannt werden.
Wie lange gilt die Garantie?
Die aktuelle MAD-Heaters-Policy nennt ein Jahr auf Material- und Herstellungsfehler unter normaler Nutzung, sofern die Produktseite nichts anderes angibt. Ausschlüsse und Nachweispflichten gelten.
Weitere TEMPEST 2 Themen
TEMPEST 2 Guides & Nischen
Ein Ball-Vape nutzt erhitzte Kugeln (meist Zirkoniumoxid oder Rubin) als Wärmespeicher. Die heiße Luft strömt durch die Kugeln zum Kraut – reine Konvektion mit hoher Wärmekapazität.
Eine Einzel-Jetflamme wird empfohlen. Doppel- oder Dreifach-Flammen können den Titan überhitzen. Alternativ: Induktionsheizer (Ispire Wand, YLL 3.0).
Nein, der TEMPEST 2 ist ein eigenständiger Vaporizer mit eigener Kammer. Er nutzt keine DynaVap-Tips, ist aber IH-kompatibel.
Je nach Screen-Position: ca. 0,1 g (klein), 0,15 g (mittel) oder 0,2 g (voll). Micro-Dosing ist gut möglich.
Mit Jetflamme ca. 15–20 Sekunden, mit Induktionsheizer ähnlich. Den richtigen Zeitpunkt erkennt man an der aufsteigenden Wärme und dem leichten Dampf am Mundstück.
Ja, er passt direkt in 10 mm, 14 mm und 18 mm Wasserfilter-Anschlüsse.
Grade-5-Titan (Körper), Zirkoniumoxid-Kugeln (Wärmematrix), Edelstahl (Induction Sleeve). Heat Shield in Aluminium oder Holz.
Beide sind erstklassige Ball-Vapes. Der TEMPEST 2 bietet eine einstellbare Kammer und IH-Kompatibilität ab Werk. Der Tornado hat ein Spin-Airflow-Design. Geschmacklich auf Augenhöhe.
In Isopropylalkohol einweichen (15–30 Min), abspülen, trocknen lassen. Die Kugeln sind praktisch unzerstörbar.
Ja, Screens, Kugeln, Heat Shields und Stems sind einzeln erhältlich – direkt bei MAD Heaters oder bei Händlern wie VGoodiEZ.
MAD Heaters gewährt 2 Jahre Herstellergarantie auf den TEMPEST 2. Verschleißteile wie Kugel-Sets, Screens und Heat Shields sind davon ausgenommen und einzeln nachbestellbar.
Der TEMPEST 2 ist ausschließlich für getrocknete Pflanzenstoffe (Dry Herb) ausgelegt. Konzentrate, Wachse oder Liquids werden nicht empfohlen, da die Konvektionsheizung darauf nicht optimiert ist und das Material in den Kugeln verkleben würde.
Die Kugeln gelten praktisch als unzerstörbar, solange sie nicht aus 1+ Meter auf harten Boden fallen. Regelmäßige Reinigung in Isopropanol erhält ihre Wärmespeicherkapazität. Nach mehreren Jahren intensiver Nutzung können sich Mikrorisse bilden — in diesem Fall sind Ersatz-Sets ab etwa 25 Euro erhältlich.













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